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Berlins Mitte wächst

Kulturelle Hochburg und historisches Zentrum

Die Hauptstadt punktet seit jeher mit ihrem reichen kulturellen Angebot, mit der historischen Mitte als Herzstück. Hier liegt die Museumsinsel, haben zwei Opernhäuser, sechs große Theaterbühnen und unzählige Galerien ihren Sitz. Eine Vielzahl neuer Kulturprojekte entsteht hier nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und verleiht diesem Stadtteil nun eine neue Qualität. Am 3. Oktober 2017 eröffnet die Staatsoper Unter den Linden nach siebenjähriger Restaurierung. Die nächsten Meilensteine sind die Fertigstellung der James-Simon-Galerie Ende 2018 und die Eröffnung des Humboldtforums 2019.Die wichtigsten neu entstandenen und geplanten Kulturprojekte in Berlins Mitte finden Sie hier imÜberblick.

 

 

 

 

Berlins neue Mitte
© visitBerlin

Die Entwicklung der neuen Mitte im Überblick:

Überblick Kulturprojekte

  • März 2017: Pierre Boulez-Saal

    • Der Konzertsaal wurde auf Initiative von Daniel Barenboim, dem Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Architekten Frank Gehry, entwickelt und wird seit März 2017 bespielt.

    • Für das akustische Konzept des Saals ist der Japaner Yasuhisa Toyota verantwortlich.

    • Der mit hellem Zedernholz verkleidete Konzertsaal bietet durch sein flexibles Design variable Gestaltungsmöglichkeiten, d.h. die Zuschauerplätze wie die Bühne können in unterschiedlichen Formen angeordnet werden.

    • Der Pierre-Boulez-Saal ist zugleich Konzertort der Barenboim-Said-Akademie. Hier studieren junge Musiker aus Konfliktgebieten des Nahen Ostens.

    • Regelmäßig finden im elliptisch geformten Saal Konzerte und Kammermusikabende statt. Auf dem Spielplan stehen zeitgenössische Werke wie das klassisch-romantische Repertoire. Der Saal wird zudem für Vorträge und Konferenzen genutzt.

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  • Oktober 2017: Staatsoper Unter den Linden

    • Berlins erstes Opernhaus und bedeutendster historischer Theaterbau

    • 1741 bis 1743 nach Plänen des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaut, war sie das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und zu seiner Entstehungszeit das größte Operngebäude in Europa

    • Von 2010 bis 2017 wurde die Staatsoper umfangreich saniert und modernisiert. Das Ziel war es, neben einer komplett neuen Bühnentechnik, auch die Nachhallzeit um eine Sekunde zu verlängern – ein Wunsch des Generalmusikdirektors Daniel Barenboim.

    • Die Decke des Innenraums wurde um vier Meter angehoben und eine sogenannte Nachhallgalerie eingerichtet

    • Wiedereröffnung der Staatsoper am 3. Oktober 2017 mit den "Szenen aus Goethes Faust" von Robert Schumann. Dirigieren wird Daniel Barenboim, die Inszenierung übernimmt Jürgen Flimm.

    • Ab dem 7. Dezember, pünktlich zum 275. Jubiläum des Opernhauses, wird die Staatsoper dann ihren regulären Spielbetrieb mit Premieren und Repertoire aufnehmen.

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  • April 2018: Temporärer Ausstellungsbau für Pergamonaltar

    • Der Pergamonaltar ist durch die Restaurierungsarbeiten im Pergamonmuseum noch bis 2019 nicht zugänglich für Besucher. Das Pergamonmuseum wurde eigens für den Altar gebaut und gehört zu Berlins beliebtesten Museen. Seit 2013 wird es saniert, das Gesamtprojekt soll voraussichtlich 2025/26 abgeschlossen sein.

    • Um Teile des Pergamonaltars dennoch zugänglich zu machen, wird im Jahr 2019 ein temporärer Ausstellungsbau direkt gegenüber der Museumsinsel fertiggestellt, der u.a. den Telephos-Fries, die Ehrenstatuen der Könige und Königinnen sowie die Dachfiguren des Altars beherbergen wird.

    • Zusätzlich erwarten die Besucher eine auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende 3-D-Visualisierung des Altars und ein neu kreiertes 360° Panorama des Künstlers Yadegar Asisi.

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  • Mai 2018: Erste Ausstellungen im Futurium

    • Das Futurium ist das neue Zentrum für Zukunftsgestaltung im Berliner Regierungsviertel. Es steht allen offen, die Lust auf Zukunft und Zukunftsgestaltung haben. Das einzigartige Haus beherbergt unter einem Dach eine Ausstellung mit lebendigen Szenarien, ein Mitmachlabor zum Ausprobieren und ein Veranstaltungsforum als Ort des Dialogs.

    • Am 16. September stellte das Futurium das Gebäude der Öffentlichkeit vor. Das Futurium öffnet temporär für einen Tag und lädt zu der  Veranstaltung „Ein Tag Zukunft. Open House im Futurium“.

    • In einer zweiten Phase im Mai 2018 stellt das Futurium die drei geplanten Ausstellungsschwerpunkte – unser künftiges Verhältnis zur Technik, zur Natur und zu uns selbst – im Rahmen von interdisziplinären Programmwochen vor. Zudem lädt das Futurium Lab von Mai bis Oktober 2018 an ausgewählten Wochenenden zum Mitmachen ein.

    • Die Eröffnung des gesamten Futuriums ist für Frühjahr 2019 geplant.

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  • Ende 2018: James-Simon-Galerie

    • Die James-Simon-Galerie, entworfen vom britischen Architekten David Chipperfield, wird als zentrales Empfangsgebäude der Museumsinsel fungieren.

    • Ab 2019 wird hier künftig der Kartenverkauf für alle fünf Häuser organisiert. Auch gastronomische Einrichtungen und ein Museumsshop sind eingeplant.

    • Daneben sind Räume für Wechselausstellungen und ein Auditorium vorgesehen. Die James-Simon-Galerie wird den Startpunkt der geplanten Archäologischen Promenade darstellen.

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  • 2019: Stadtschloss und Humboldtforum

    • Berlins neues Kultur- und Museumszentrum im rekonstruierten Berliner Schloss strebt eine Verbindung von Kunst, Kultur und Wissenschaft an.

    • Das Humboldt-Forum soll, der universalen Idee Alexander von Humboldts folgend, ein Ort des Dialogs der Weltkulturen werden.

    • Zukünftig werden hier die Sammlungen der außereuropäischen Kunst der Stiftung „Preußischer Kulturbesitz“ aus dem früheren Museumszentrum Dahlem zu sehen sein.

    • Im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums wird eine Berlin-Ausstellung, koproduziert von der Kulturprojekte GmbH und der Stiftung Stadtmuseum Berlin, den Austausch zwischen Berlin und der Welt darstellen.

    • Bereits jetzt laufen Ausstellungen auf der Museumsinsel und in der Humboldt-Box.

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  • 2019: Baubeginn House of One

    • Das House of One ist als interkonfessionelles Zentrum für Juden, Christen und Moslems am Petriplatz geplant. Die Entwürfe stammen vom Berliner Architekturbüro Kühn Malvezzi.

    • Das Projekt wird über eine Crowdfunding Kampagne finanziert. Das weltweit einmalige Projekt will einen Ort der Begegnung und des friedlichen Zusammenlebensschaffen.

    • Das interreligiöse Zentrum wird ab 2019 an der Breiten Straße auf der Spree-Insel errichtet, auf den Fundamenten der letzten Petrikirche und dem Gründungsort der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin-Cölln.

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  • 2019: Einweihung des Denkmals für Einheit und Freiheit

    • Das Denkmal für Freiheit und Einheit ist als Denkmal für die friedliche Revolution und die deutsche Wiedervereinigung 1989/1999 geplant.

    • Der Siegerentwurf des Stuttgarter Büros Milla & Partner zusammen mit der Choreographin Sasha Waltz sieht eine begehbare Schale vor, die sich durch die Interaktion der Besucher neigen kann.

    • Das Denkmal soll im Jahr 2019 zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, eingeweiht werden. Standort wird der Sockel des einstigen Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf der Schlossfreiheit sein.

  • 2020: Baubeginn der neuen Bauakademie

    • Die Bauakademie, 1832-36 nach Plänen Karl Friedrich Schinkels errichtet und 1962 abgerissen, soll in den Jahren 2020 bis 2023 wiedererrichtet werden.

    • Noch ist unklar, ob eine historische Rekonstruktion des Gebäudes oder eine moderne Variante gebaut wird.

    • Auch die inhaltliche Nutzung des Gebäudes ist noch offen. Diskutiert wird ein Architekturmuseum wie ein architektonisches Forum zum Thema nachhaltiges Bauen und Städtebau.

    • Anfang September 2017 startete ein Ideenwettbewerb, der die konzeptionelle Ausrichtung diskutieren bis zum Frühjahr 2018 abgeschlossen sein soll.

    • Ab Mitte 2018 ist ein Architektenwettbewerb angedacht, dessen Ergebnisse im Frühjahr 2019 präsentiert werden sollen.

  • 2025: Flussbad

    • Das Flussbad ist als großes Naturschwimmbad im historischen Zentrum Berlins geplant, vorgesehen sind Freitreppen und natürliche Filterflächen zu beiden Seiten.

    • Das Projekt soll im Abschnitt des Spreekanals zwischen Humboldt-Forum und Bodemuseum realisiert werden.

    • Das Spreewasser selbst soll durch einen ökologischen Pflanzenfilter gereinigt werden. Initiator des Projekts ist der Verein Flussbad Berlin e.V., das Projekt wird vom Berliner Senat und dem Bund gefördert.

    • Angesichts der Entwicklung Berlin-Mittes zum repräsentativen Zentrum der Stadt soll hier ein attraktiver, lebendiger öffentlicher Stadtplatz für alle entstehen.

    • Das Flussbad soll 2025 eröffnen.

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Altes Haus in neuem Glanz: Zur Wiedereröffnung der Staatsoper

Alte Staatsoper
© Staatsoper Berlin, Gordon Welters

Am 3. Oktober 2017 wurde die Staatsoper Unter den Linden nach siebenjähriger Restaurierung mit einer großen Feier wiedereröffnet. Wann startet die erste  Saison im neuen Haus? In welchem Jahr wurde die Oper überhaupt erbaut und warum wurde das Gebäude überhaupt saniert?

Wir haben die wichtigsten Infos und Hintergründe zu Berlins ältestem Opernhaus für Sie zusammengestellt.

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Recherchetext: Berlins neue kulturelle Mitte

Welche Bauprojekte wurden neben der Oper bereits eröffnet? Welche kommen als nächstes und welche Ideen stecken dahinter? In unserem Recherchetext zu Berlins neuer kultureller Mitte haben wir die Details für Sie zusammengefasst.

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