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Was macht die Tourismusbranche aus?

Stimmen der Botschafter:innen des Berlin-Tourismus: Berlins Foodszene

Das ist für mich Berlin: das Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen, Moden und Lebensweisen

Bernhard Moser, Geschäftsführer der eat! berlin GmbH
Bernhard Moser ©  Berliner Meisterköche

Bernhard Moser, Geschäftsführer der eat! berlin GmbH

Wenn Sie Besuch haben: Was ist Ihr Ort, den Sie Ihren Gästen gern zeigen?
Zunächst wandeln wir auf den Spuren meines Großvaters Hermann Henselmann. Wir gehen zum Haus des Lehrers mit Kongresszentrum, fahren die Karl-Marx-Allee entlang und fahren den Fernsehturm hoch. Im Anschluss geht es dann wahlweise ins Rutz, Cookies Cream oder ins Carl&Sophie. Das sind Gastronomien, die nur im urbanen Raum Berlins möglich sind und wunderbar das Berlin-Gefühl vermitteln.

Was macht die Berliner Gastfreundlichkeit für Sie aus?
Die Zeiten, in denen bei Berliner Dienstleistern rumgepöbelt wurde, sind Gott sei Dank vorbei oder nur mehr die Ausnahme. Man stößt in Berlin in der Regel auf aufrichtige Herzlichkeit und authentische Dienstleistung. Kellner:innen sind oft tätowiert, gepierct, haben einen Tunnel im Ohr und auffälligen Schmuck und ... nobody cares. Das ist für mich Berlin: das Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen, Moden und Lebensweisen. Das spiegelt sich auch in den Dienstleistern wider. 

Welche Themen treiben Sie in Bezug auf Ihre Branche an?
Ich habe das Gefühl, dass die Berliner Politik sehr gut verstanden hat, was den touristischen Reiz Berlins ausmacht und wie wichtig diese Branche für die Stadt ist. Mehrere von der von visitBerlin beauftragte Studien zeigten eindeutig, welche Zielgruppen für unsere Stadt den größten Mehrwert bringen und dabei auf die größtmögliche Akzeptanz bei den Berlinern stoßen. Die Abkehr vom Massentourismus und der Weg zu einem städteverträglichen, nachhaltigen Gegenentwurf scheint beschlossene Sache. Nun brauchen wir hierfür die richtigen, mutigen Unternehmer und vor allem, das richtige Personal. Wir akquirieren mittlerweile im gesamten deutschen Sprachraum, diese Mitarbeiter:innen müssen aber irgendwo wohnen und müssen genug verdienen, um die Mieten, Lebensmittel- und Energiekosten tragen zu können. Hier stehen wir vor großen Herausforderungen. 

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