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Hotel Adlon Kempinski

Deutschlands erste Adresse

Das bekannteste Hotel Deutschlands liegt gegenüber vom bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands, dem Brandenburger Tor. Im Berliner Adlon betteten sich Könige, Präsidenten und Filmstars, hier wurde Glanz zu Asche und dann wieder zum Glanz.

Das Adlon verdankt seinen Namen dem ursprünglichen Eigentümer Lorenz Adlon, der damals unglaubliche 20 Millionen Goldmark und zwei Jahre in die Erbauung des Hotels investierte. Am 23. Oktober 1907 war es fertig und für die damalige Zeit geradezu wie ein Wink aus der Zukunft. Das Adlon bot warmes, fließendes Wasser, elektrischen Strom und ein Kühlungssystem. Kaiser Wilhelm II. wollte der erste Gast sein und eröffnete das Hotel persönlich. Schnell galt das Haus als eines der schönsten der Welt. Botschaften verlegten ihre Büroräume in das Hotel, Adelsfamilien verkauften ihre Winterpalais in Berlin, um im Adlon zu wohnen. Zu den berühmten Gästen zählte Greta Garbo, die ihre bekannten Worte „Ich will allein sein“ während der Dreharbeiten zum Film „Grand Hotel“ im Adlon flüsterte. Albert Einstein winkte oft den Passanten zu, während er die Aussicht aus seiner Ecksuite genoss. Mit beiden Händen seine Hose haltend flüchtete Charlie Chaplin zum Fahrstuhl des Hotel Adlon. Anlässlich der Premiere von "Lichter der Großstadt" (im Jahr 1931) hatten ihm stürmische Verehrer im Gedränge als Andenken sämtliche Knöpfe von Jacke und Hose gerissen. Nach dem zweiten Weltkrieg brannte die Hotellegende bis auf einen Seitenflügel nieder.

Das heutige Gebäude des Hotel Adlon Kempinski wurde dem historischen nachempfunden und 1997 vom Bundespräsidenten Roman Herzog feierlich eröffnet. Somit ist das Adlon das einzige Hotel der Welt, das zwei Mal vom Staatsoberhaupt eingeweiht wurde. Schnell erreichten das Hotel Briefe mit Besteck aus den alten Zeiten, sogar eine Pagenuniform wurde eingeschickt. Noch heute gilt das Hotel als innoffizielles Gästehaus der Bundesregierung. Und nachdem die Queen gleich zweimal die gleiche Suite bewohnte, wurde diese kurzerhand in die Royal Suite umbenannt.

Aber das Traditionshaus kann auch bodenständig. Ja, im Adlon gibt es auch Currywurst und Döner! Denn die beiden Leibgerichte der Berliner wurden tatsächlich auch in Berlin erfunden – die Wurst von der Imbissbudenbesitzerin Herta Heuwer im Jahr 1959, der Döner vom anatolischen Gastarbeiter Kadir Nurim im Jahr 1970. Natürlich kommt im Adlon jeweils eine etwas feinere Version auf den Tisch.

 

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