Kultur-Stadtmarketing 2025: „49h ICC“ im Mittelpunkt
Marketing zwischen Design und internationaler Vernetzung stärkt Berlins kulturelle Sichtbarkeit
Kultur ist ein wesentlicher Treiber des Berlin-Tourismus. visitBerlin setzte 2025 im Kulturmarketing gezielt auf Design, Architektur und internationale Netzwerke, um Berlin als kreative, offene und zukunftsorientierte Metropole zu positionieren. Im Fokus standen die Rolle Berlins als UNESCO City of Design sowie die internationale Sichtbarkeit kultureller Themen. Kunst und Kultur sind das wichtigste kommunikative Leitmotiv: Jeder dritte Gast nennt sie als Hauptreiseanlass, internationale Zielgruppen sind überdurchschnittlich kulturinteressiert und ausgabestark. Vor diesem Hintergrund stärkte visitBerlin die Arbeit, internationale Vernetzung und Präsenz auf relevanten Fach- und Branchenevents.
Das ICC Berlin präsentiert sich ein Wochenende als „Open House“
„49h ICC“ und Designkonferenz FORM / FUTURE mit Design als Impulsgeber für Stadt, Wirtschaft und Tourismus: Mit dem Projekt „49h ICC“ und der begleitenden internationalen Designkonferenz FORM / FUTURE realisierte visitBerlin 2025 eine eigene Großveranstaltung an der Schnittstelle von Kultur, Design und Stadtentwicklung. Das Projekt wurde durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert und in enger Zusammenarbeit mit zentralen Partnern wie dem Landesdenkmalamt Berlin und der Messe Berlin umgesetzt.
Vom 12. bis 14. September öffnete das ICC Berlin anlässlich des Tags des offenen Denkmals seine Türen. Das Event war vollständig ausverkauft: Insgesamt wurden über 38.000 Tickets vergeben, die maximal verfügbare Zahl an Tickets und deutlich mehr als bei der Vorgängeröffnung „48h ICC“. Das vielfältige Programm aus Führungen, Workshops und Filmvorführungen stieß auf große Resonanz bei Berliner:innen ebenso wie bei Gästen. Die Konferenz FORM / FUTURE brachte bereits am 11. und 12. September internationale Designexpert:innen zusammen und positionierte das ICC als Ort des fachlichen Diskurses.
Das Projekt erzielte hohe Reichweiten in Medien und Social Media und generierte substanzielle Einnahmen aus speziellen Workshops, Gastronomie, Merchandising und Kooperationen. „49h ICC“ zeigte eindrücklich das zukünftige Potenzial des ICC Berlin als kulturellen, kreativen und touristischen Anziehungspunkt.
Berlin als Gaststadt beim Madrid Design Festival: Positionierung der UNESCO City of Design
Als Gaststadt des Madrid Design Festival 2025 präsentierte sich Berlin vom 6. Februar bis 15. März auf einer der wichtigsten Designplattformen Europas. Der Auftritt machte die Vielfalt und Innovationskraft der Berliner Designszene sichtbar und verwies zugleich auf das bevorstehende 20-jährige Jubiläum Berlins als UNESCO City of Design.
Mit Ausstellungen, Panels und Veranstaltungen wurden sowohl etablierte Berliner Designstudios als auch junge Kreative vorgestellt. Zentrale Themen waren Design als Innovationstreiber, Stadtentwicklung und internationale Vernetzung. Die Einbindung des ICC Berlin als Designikone sowie die Präsentation zukünftiger Nutzungsperspektiven unterstrichen die Verbindung von Architekturgeschichte und Zukunftsfragen. Der Gastauftritt erzielte hohe Reichweiten bei Fachpublikum, Medien und Besucher:innen und bot eine Grundlage für Folgeprojekte und vertiefte internationale Kooperationen.
Internationale Netzwerke und strategische Kulturpartnerschaften
visitBerlin stärkte 2025 die internationale Vernetzung Berlins im Kultur- und Architekturbereich durch gezielte Dialog- und Netzwerkformate. Zum Pre-Opening der Architektur-Biennale in Venedig lud visitBerlin gemeinsam mit J.Mayer.H zum Berlin Breakfast und positionierte die Hauptstadt bei einem der weltweit wichtigsten Branchenevents als Ort für Architektur, Design und kulturellen Austausch.
Auch in Asien wurden gezielt neue Kontakte geknüpft und bestehende Netzwerke vertieft. In Seoul organisierte visitBerlin unter anderem ein Treffen im Umfeld der Kunstmesse Frieze Seoul sowie ein kuratiertes Dinner mit internationalen Akteur:innen aus Kunst, Musik und Kultur, unter anderem aus dem Umfeld des Berliner CTM Festivals.
Zudem wurde die Initiative zur kulturellen Vernetzung mit Metropolen im asiatisch-pazifischen Raum – insbesondere mit Seoul und Tokio – fortgeführt. Delegationsbesuche, Stakeholderformate und Kooperationsgespräche intensivierten den Austausch mit Akteur:innen aus Kultur, Wirtschaft und Verwaltung. Ein sichtbares Zeichen dieser Partnerschaft war die Übergabe eines originalen Mauersegments an eine Delegation aus Seoul zur Integration in ein nationales Denkmal. Weitere internationale Aktivitäten, etwa bei Ausstellungseröffnungen und Kulturprojekten wie der Berliner Mauerausstellung in Paris, unterstrichen die Präsenz Berlins in wichtigen Kulturmetropolen.
Das erstmalige Format „Salon Berlin NOW“ bot Raum für den strategischen Austausch mit Berliner Partner:innen aus Kultur, Design, Architektur, Politik und Tourismus. Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung des kulturellen Narrativs der Stadt sowie die Vernetzung zentraler Akteur:innen im Sinne einer koordinierten internationalen Positionierung.