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Berlins neue kulturelle Mitte: Pergamonmuseum. Das Panorama

Die einzigartige Zusammenarbeit der Antikensammlung mit dem Künstler Yadegar Asisi im Jahr 2011/2012 wird 2018 fortgesetzt: Im temporären Ausstellungsgebäude "Pergamonmuseum. Das Panorama" wird am 17. November 2018 das Ausstellungsprojekt "PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi" präsentiert - mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama von Yadegar Asisi. Die immersive Bildwirkung des Asisi-Panoramas ergibt in Verbindung mit 80 antiken Skulpturen sowie neuen, multimedialen Visualisierungen des Pergamonaltars durch das Studio asisi in der rund 2000 qm großen Ausstellungsinszenierung ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept, um das Erscheinungsbild der antiken Metropole Pergammon nacherlebbar zu machen.

Der Ausstellungsbau

Pergamonmuseum. Das Panorama Außenperspektive
© asisi
Städtebauliche Verortung des Gebäudes

Dazu entstand gegenüber vom Bode-Museum das temporäre Aussstellungsgebäude "Pergamonmuseum. Das Panorama" nach einer städtebaulichen Idee von Yadegar Asisi und Entwürfen der spreeformat architekten GmbH. Das Gebäude wird voraussichtlich bis 2024 für das Ausstellungsprojekt "PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi" genutzt.

Das Panorama

Panorama von Yadegar Asisi mit Blick auf den Burgberg
© asisi
Panorama von Yadegar Asisi mit Blick auf den Burgberg

Das Panorama führt die Besucherinnen und Besucher zurück in das Jahr 129 n. Chr. und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Yadegar Asisi rekonstruiert den Zustand der Stadt in der hohen römischen Kaiserzeit unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-138 n. Chr.). Eingebettet in die Terrassen der Akropolis auf dem 300 Meter hohen Burgberg fügen sich monumentale Bauwerke, darunter mehrere Tempel und ein riesiges Theater in die bergige Landschaft ein.

Die Bildinhalte des ersten Pergamon-Panoramas sind umfassend überarbeitet worden mit dem Ziel, das Leben verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in der antiken Stadt noch eindrücklicher herauszuarbeiten. In Zusammenarbeit mit dem Team der Antikensammlung wurden etwa 40 neue Szenen konzipiert und in das Bild eingefügt. Ein Schwerpunkt lag auf der Darstellung der Dionysien, Festspielen zu ehren des Gottes Dionysos, die auch im antiken Pergamon stattfanden. Zudem wurden verschiedene Opferszenen auf dem Vorplatz des Großen Altares inszeniert. Auf diese Weise stellt das überarbeitete Panorama einen noch stärkeren Bezug zum Alltagsleben im antiken Pergamon her.

Skulpturen und Installationen

Altarinstallation
© asisi
Altarinstallation

Für die vom Studio asisi gestaltete Ausstellung mit etwa 80 der wichtigsten Werke der Antikensammlung aus Pergamon - darunter der größte Teil des Telephos Frieses vom Pergamonaltar - wurden aufwändige Restaurationen der Originale durchgeführt. Ein Schwerpunkt der Ausstellung besteht in der Verbindung der Skulpturen aus Pergamon mit dem Panorama.

Verschiedene Installationen werden den Besucherinnen und Besuchern künstlerische Interpretationen zum besseren Verständnis des Gezeigten bieten. Wesentliche Elemente sind dabei nei geschaffene Zeichnungen von Yadegar Asisi, die sich mit den Skulpturen, der Architektur und der stadtanlage Pergamons auseinandersetzen. Hinzu kommen virtuelle Visualisierungen wie die 13x7 Meter große Videoprojektion des Pergamonaltars und eine 12x9 Meter große Lichtinstallation, die den Telephos-Fries in Szene setzt

Zahlen und Fakten

  • Gebäude allgemein

    • ca. 2000 Quadratmeter Grundfläche

    • städtebauliche Idee: Yadegar Asisi

    • Entwurf: spreeformat architekten GmbH

  • Gebäude / Ausstellungsbereich

    • Länge: 108 m

    • Breite: 14,50 m

    • Höhe: 9,50 m

    • Raumhöhe: 7,90 m

    • ca. 960 Quadratmeter Ausstellungsfläche

  • Gebäude / Rotunde

    • Durchmesser: 36 m

    • Höhe: 32,50 m

    • Umfang: 113 m

    • 3 barrierefreie Besucherplattformen à 15 m, 12 m und 6 m Höhe und mit 9x9 m Grundfläche

    • ca. 860 Quadratmeter Grundfläche

  • Daten zum Panoramakunstwerk

    • Umfang: 104 m

    • Höhe: 30 m

    • 35 miteinander vernähte Textilbahnen

    • Polyester, im Transfer-Sublimationsverfahren bedruckt

    • Über 3100 Quadratmeter Bildfläche, zylindrisch aufgespannt

  • Ausstellung

    • Kuratoren: Martin Maischberger, Andreas Scholl, Moritz Taschner

    • Exponate: ca. 80 antike Objekte, darunter zahlreiche Platten des Telephos-Frieses

    • Ausstellungsgestaltung und Inszenierung: Yadegar Asisi mit Mathias Thies und Studio asisi unter Mitarbeit der Antikensammlung - Staatliche Museen zu Berlin

    • Ausstellungsplanung und Umsetzung: spreeformat architekten GmbH

    • Thematische Schwerpunkte: der Pergamonaltar, der Große und Kleine Fries, die Stadtanlage und das pergamenische Reich, die Herrscher von Pergamon und ihre Paläste, das Heiligtum der Athena, Götter in Pergamon, die Pergamon-Grabung, Geschichte und Zukunft des Pergamonmuseums

    • 4 großformatige Installationen von Yadegar Asisi mit Studio asisi

    • 7 Asisi-Originale

  • Panorama

    • Künstler: Yadegar Asisi

    • Rundgemälde bietet einen einzigartigen Rundumblick auf die 300 Meter hohe Akropolis von Pergamon, die Unterstadt und die ringsum umgebende Landschaft

    • Rekonstruktion der antiken Stadt anhand der archäologischen Grabungen seit ca. 140 Jahren

    • Von einem Klangteppich untermalte Lichtinstallation, die den Wechsel von Tag und Nacht simuliert

    • Integration zahlreicher neuer Szenen, Darstellungsfokus auf dem Dionysos-Fest ("Dionysien")

     

Weitere Informationen zum Temporären Ausstellungsbau und dem 360°-Panorama finden Sie hier.

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