40 Volunteers sind im Auftrag von „Service in the City“ unterwegs

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Lichtgrenze: Freiwillige erzählen ihre ganz persönlichen Mauerfall-Geschichten

Berlin, 5. November 2014 Insgesamt 40 freiwillige Helfer werden am 7. und 8. November an der Lichtgrenze unterwegs sein, um Besuchern und Bewohnern ihre persönlichen Mauerfall-Geschichten zu erzählen. Außerdem haben die Volunteers, die für die touristische Gemeinschaftsinitiative “Service in the City” im Einsatz sind, Stadtpläne und Informationsmaterial zu den vielen Angeboten entlang der 15 Kilometer langen Lichtgrenze dabei.

Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin, sagt über die Aktion der bei visitBerlin angesiedelten Initiative: ,,Wenn Zeitzeugen von ihren persönlichen Erlebnissen berichten, wird Geschichte plötzlich greifbar. Das wollen wir mit dieser Aktion erreichen und vor allem den jüngeren Besuchern vermitteln, wie stark die Emotionen dieser Nacht waren.”

Die Volunteers hatten sich nach einem öffentlichen Aufruf gemeldet und wurden aufgrund ihrer intensiven Schilderungen ausgewählt. Unterwegs sind sie am Abschnitt zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz sowie rund um die East-Side-Gallery. Erkennbar sind sie an roten Jacken und Taschen mit dem weißen Schriftzug “Service in the City”.

Dabei ist das Ehepaar Kerstin und Oliver Scholz, heute 51 und 54 Jahre alt, aus Ost-Berlin, die sich an die Nacht des Mauerfalls vor 25 Jahren erinnern: ,,Wir gehen hinein in den Tränenpalast. Ein Grenzer wirft einen Blick in die Personalausweise. Der Weg führt durch einen schmucklosen Tunnel, wie der Weg in die Stasihölle. Aber das Gegenteil ist der Fall. Der Aufgang zum Bahnsteig – dem Bahnsteig, den zuvor nur Tante Trude aus Reinickendorf und Onkel Helmut aus Spandau betreten durften. Wir können es kaum fassen, der schönste Tag im Leben.”

Oder die heute 58-jährige Gabriele Hartmann, die in West-Berlin im Fernsehen die Pressekonferenz verfolgte, in der die Grenzöffnung bekannt gegeben wurde: “Sofort raste ich per Fahrrad zum nächsten Grenzübergang Oberbaumbrücke. Eine juchzende Ost-Berlinerin rannte auf die Brücke, riss immer wieder ihren Wintermantel auf, unter dem sie nur ein rosa Nachthemd trug und rief: Hier, kiekt ma, so bin ick los, als ick det jehört habe. Ick musste einfach gleich kieken jehn, ob det stimmt!”
Die Geschichten finden Sie auf http://mauer.visitBerlin.de/service/zeitzeugen-erzaehlen/

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