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HIER IN BERLIN

Mitdenken. Mitmachen. Meinung sagen.

Eine Initiative von visitBerlin und Dir

Kiez-Tour
© visitBerlin
Kiez-Tour

Neben der Hauptaufgabe visitBerlins, die Stadt im In- und Ausland zu vermarkten, rückt das Binnenmarketing immer weiter in den Fokus: Seit Jahren steigen die Besucherzahlen in Berlin kontinuierlich. Die Marke von 31 Millionen Übernachtungen wurde im Jahr 2016 überschritten. Dieses Wachstum bringt Veränderungen im Stadtraum mit sich.

Deshalb wurde visitBerlin von der Senatskanzlei, SenWiEnBe, SenStadtUm, Berlin Partner, DEHOGA und IHK beauftragt, das Thema „Akzeptanzerhaltung im Tourismus“ zu strukturieren, mögliche Maßnahmen zu evaluieren und die Umsetzung voranzutreiben. Ziel ist es, neue Ansätze für eine nachhaltige Willkommenskultur zu entwickeln und somit den wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt nachhaltig zu sichern.

visitBerlin steht als Ansprechpartner und Netzwerk für betroffene Akteure (z. B. Gespräche mit den Berliner Bezirken, der Politik, Berliner Initiativen und touristische Firmen) zur Verfügung und setzt einzelne Maßnahmen um, die im Verantwortungs- und Aufgabenbereich der Firma liegen.

Ein Fokus liegt auf Dialog und (Bürger-) Partizipation.

„Meinungen sammeln, Begegnungen schaffen, Partizipation gewährleisten, Ideen umsetzen“

visitBerlin
Kiez-Tour
© visitBerlin

Im November 2014 fand eine erste Ideen-Werkstatt mit den BerlinerInnen zum Thema „Touristische Willkommenskultur“ statt. In dieser haben Berliner verschiedene Projekt-Ideen entwickelt.  

Seit 2016 geht visitBerlin mit dem HIER-Mobil auf Tour durch die Bezirke: Auf Wochenmärkten, Festen und belebten Plätzen sind wir mit den BerlinerInnen vor Ort zum Thema „Berlin und der Tourismus“ ins Gespräch gekommen. Wir standen für Fragen und Anregungen zur Verfügung und haben Informationen zum Berlin-Tourismus verteilt. Die Berliner konnten zudem anonym eine Nachricht im „Deine Meinung“-Briefkasten hinterlassen.

So sollte u.a. eruiert werden, wie die Stimmungslage in den einzelnen Bezirken bzw. Kiezen ist. In 2016 wurden acht Standorte in Neukölln, Tempelhof, Schöneberg, Mitte, Prenzlauer Berg und Pankow ausgewählt.  Es wurden über 540 Gespräche geführt und die Mehrzahl der Berlinerinnen und Berliner sind dem Tourismus positiv gegenüber eingestellt. Es wurde für gut befunden, dass visitBerlin das Gespräch zu den Bürgern sucht und man die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen hat.

Wiederkehrende kritische Themen waren die Ferienwohnungen/ Airbnb (fehlender Wohnraum und steigende Mieten) und das Gefühl, dass die Stadt immer lauter und dreckiger wird (das grundsätzliche Gefühl, dass sich die Stadt verändert). Die meisten Berliner sagten, dass sie die „touristischen Hotspots“ meiden.    

In 2017 wird die Kieztour fortgeführt, Termine und Standorte werden auf der Projekt-Website www.du-hier-in.berlin bekannt gegeben.

Die Homepage www.du-hier-in.berlin

Die Website trägt ebenfalls zum Dialog bei. Sie informiert Interessierte (Transparenz schaffen), soll zum Mitmachen aktivieren (Partizipation gewährleisten), einen Austausch der Community ermöglichen (im Dialog mit anderen Bürgern) und Verständnis für die Thematik schaffen.

Auf der Seite ist ebenfalls eine Umfrage enthalten. Als Ergänzung zur klassischen Marktforschung (jährliche Bevölkerungsumfrage) haben hier Berliner die Möglichkeit, ihre Meinung (anonym) zu äußern.

Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass die Touristen willkommen sind in Berlin. Beispiele für kritische Hinweise sind mehr Rücksichtnahme der Touristen erwünscht, fehlendes Benehmen der Besucher sowie negative Begleiterscheinungen wie Müll/ Dreck, Lärm und Drogenkriminalität.  

Weitere Maßnahmen, die bei visitBerlin im Rahmen des Projektes HIER IN BERLIN umgesetzt werden, sind:  
•    die jährliche Aktion“ Erlebe Deine Stadt“ (Berliner machen für ein Wochenende Urlaub in der eigenen Stadt),  
•    die jährliche Meinungsumfrage zur Tourismusakzeptanz (Bürgerbefragung),  
•    die Reiseführer-App „Going local Berlin“ (ein Beitrag zur Lenkung der Touristenströme)  
•    das Städtenetzwerk mit u.a. New York, Wien, Barcelona und Amsterdam, um auch Lösungen zu berücksichtigt, die in anderen Tourismus-Metropolen erfolgreich waren.

Zudem sollen die touristisch weniger frequentierten Bezirke sowie die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor  noch  stärker  in  weitere  Kommunikationsmaßnahmen  von visitBerlin integriert werden.

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