20 Jahre UNESCO City of Design: Designmetropole Berlin feiert Kreativität der Stadt
- 2026 ist Design ein Reiseanlass für ein internationales Kulturpublikum
Berlin, Frühjahr 2026 Berlin feiert 2026 das 20-jährige Jubiläum als „UNESCO City of Design“. Seit der Aufnahme in das UNESCO Creative Cities Network im Jahr 2006 hat sich die Hauptstadt zu einem der dynamischsten Designstandorte weltweit entwickelt. Mehr als 30.000 Unternehmen der Berliner Kultur- und Kreativwirtschaft prägen heute ihr Profil von nachhaltiger Mode über Produkt- und Grafikdesign bis hin zu Architektur und digitaler Innovation. Mit Formaten wie der Berlin Design Week sowie den DesignDays.Berlin nutzt visitBerlin das Jubiläum, um Design international als starken Reiseanlass zu positionieren.
Jubiläumshighlights und Festivals 2026: Berlin im Zeichen des Designs
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe koordiniert die Aktivitäten Berlins als UNESCO City of Design. Im Juni dieses Jahres empfängt die Hauptstadt rund 80 internationale Gäste aus dem Netzwerk der UNESCO Cities of Design. Am 9. Juni erreicht das Jubiläum seinen Höhepunkt mit gemeinsamen Feierlichkeiten der Branche.
Das Jubiläumsjahr bündelt die Vielfalt der Berliner Designszene in Festivals, Ausstellungen, Street-Art-Spots sowie Design- und Architekturführungen. Den internationalen Auftakt markierte die Präsentation Berlins auf dem Madrid Design Festival im Rahmen der neuen FORMA Design Fair Madrid. Museen und Ausstellungshäuser setzen wichtige Akzente mit Präsentationen internationaler und Berliner Designer, u.a. Ausstellungen im Deutschen Design Museum, darunter die Ausstellung „Sitzen Machen!“ zum Thema Sitzmöbel (18. April bis 30. Mai) sowie eine Einzelausstellung des Berliner Designers Konstantin Grcic (26. Juni bis 26. September). Zum Jahresende widmet sich die Ausstellung „Bauhaus × Redesigndeutschland“ der Aktualität der Bauhaus-Tradition (ab 6. November).
Den Auftakt der Festivalsaison macht die Berlin Design Week vom 28. bis 31. Mai. Das Festival bringt Designer:innen, Studios, Marken und Institutionen aus Berlin und der internationalen Szene zusammen und präsentiert zeitgenössisches Produkt-, Interior- und Kommunikationsdesign an verschiedenen Orten der Stadt. Formate wie Ausstellungen, Talks oder die „Berlin Design Nights“, bei denen zahlreiche Studios und Showrooms ihre Türen öffnen, machen Design unmittelbar erlebbar.
Vom 24. bis 26. September 2026 feiern die DesignDays.Berlin ihre Premiere. Das neue Festival für Interior-, Architektur- und Produktdesign versteht sich als internationale Plattform für Marken, Studios und Talente und verbindet Fachpublikum mit designinteressierter Öffentlichkeit. Geplant sind Designführungen durch Berliner Kieze sowie Kooperationen mit Hotels und Gastronomie.
Ein wichtiger Treffpunkt für die internationale Kreativszene ist zudem das Forward Festival am 27. und 28. August im Haus der Kulturen der Welt. Es bringt Kreative und Branchenprofis aus Design, Kommunikation und digitalen Disziplinen zusammen. Weitere Programmelemente werden im Laufe des Jahres in kontinuierlich konkretisiert. Die Konferenz FORM/FUTURE zeigte bereits 2025, wie Design als Treiber von Innovation und gesellschaftlicher Transformation verstanden wird. Für September 2026 ist eine zweite Ausgabe geplant, die erneut in einer ikonischen Berliner Location stattfinden soll.
Design prägt das Stadtbild und die kulturelle Infrastruktur der Zukunft
Design ist in Berlin Teil des urbanen Lebensgefühls. Kaum eine andere Metropole vereint Bauhaus-Moderne, Nachkriegsmoderne, DDR-Architektur wie das wieder eröffnete Kino International, Ikonen der Neuen Sachlichkeit wie das markant geschwungene Shell-Haus am Landwehrkanal und zeitgenössische Avantgarde so selbstverständlich wie die deutsche Hauptstadt. UNESCO-Welterbe-Siedlungen wie die Hufeisensiedlung von Bruno Taut, die visionäre Interbau-Architektur im Hansaviertel, die 70er Jahre-Designikone ICC oder die Karl-Marx-Allee machen Designgeschichte im Stadtraum erlebbar. Industrieareale, Bunker und ehemalige Flughäfen wurden zu kreativen Experimentierfeldern umgestaltet.
Gleichzeitig investiert Berlin so umfassend wie seit Jahrzehnten nicht mehr in seine kulturelle Infrastruktur. Zentrale Projekte, darunter die Generalsanierung und Teil-Wiedereröffnung des Pergamonmuseums mit dem berühmten Pergamonaltar im Frühjahr 2027, der Neubau berlin modern, die Modernisierung der Staatsbibliothek, das Museum für Naturkunde, die Komische Oper sowie das Bauhaus-Archiv, stehen für ein Investitionsvolumen von über drei Milliarden Euro.
Ein Schlüsselprojekt ist das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung: Das 1979 eröffnete, denkmalgeschützte Gebäude wird aktuell umfassend saniert und durch einen Erweiterungsbau ergänzt. Rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche sowie ein markanter Turm als neuer Eingang erhöhen die internationale Sichtbarkeit. Im September 2026 ist im Rahmen des Tags des offenen Denkmals ein erster Einblick geplant, die vollständige Wiedereröffnung folgt 2027.
Kreativhauptstadt zwischen Atelier, Laufsteg und Hotellerie
Berlins internationale Strahlkraft speist sich aus Offenheit, Diversität und Experimentierfreude. Die Stadt gilt als Labor für nachhaltige und progressive Mode, etwa durch Label wie William Fan, Lala Berlin, Mykita oder Sample030 sowie durch Orte wie Platte.Berlin, einen Concept Store für lokale Mode, Kunst und nachhaltige Designkonzepte.
Institutionen wie die LAS Art Foundation verbinden Kunst und Technologie auf höchstem Niveau.
Kulturinstitutionen wie das Kunstgewerbemuseum, das Bröhan-Museum oder das Museum der Dinge verankern Design fest in der Stadt.
Design ist in Berlin überall erlebbar: in Architektur, Mobilität, Gastronomie und Hotellerie.
So verbinden Designhotels historische Bausubstanz mit zeitgenössischer Ästhetik: Das Telegraphenamt nahe der Museumsinsel inszeniert das ehemalige Haupttelegraphenamt als stilvolles Boutique-Hotel zwischen Tradition und Moderne. Das Oderberger im Prenzlauer Berg begeistert mit seiner denkmalgeschützten Schwimmhalle von 1902 als architektonischem Unikat. Das Stue, ausgezeichnet als 5-Sterne-Superior-Haus, kombiniert neoklassizistische Architektur mit internationalem Interior-Design und anspruchsvoller Kulinarik. Häuser wie Soho House Berlin, das Scandic Charlottenburg, das Orania in Kreuzberg oder das sly Berlin zeigen, wie eng Design, Musik, Kreativszene und urbaner Lifestyle miteinander verwoben sind.
Auch Berlins Restaurants sind Designorte: Vom Kink am Pfefferberg mit monumentaler Neoninstallation über die Apotheke-zu-Restaurant-Transformation ORA, das Art-Déco-Destillerie-Ambiente von Eins44 bis zum modularen Containerbau von BRLO verbinden sich hier außergewöhnliche Architektur und anspruchsvolle Kulinarik. Die kreative Energie Berlins entsteht im Spannungsfeld von Subkultur, Techno, LGBTQ+-Community und internationalem Austausch und prägt die Stadt.
Design als internationaler Reiseanlass und Wirtschaftsfaktor
61 Prozent der Gäste besuchen Berlin wegen seines Kunst- und Kulturangebots. Laut Kreativ- und Digitalwirtschaftsbericht 2025 der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erzielte die Berliner Designwirtschaft 2024 einen Umsatz von rund 13,8 Milliarden Euro und gehört damit zu den bedeutendsten Designstandorten Europas. Mit dem einzigartigen Zusammenspiel aus Kreativszene, internationaler Vernetzung und wirtschaftlicher Bedeutung ist Berlin auch 20 Jahre nach der UNESCO-Auszeichnung eine der dynamischsten Designmetropolen Europas.
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