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Berlin braucht seine Gäste: Gemeinsame Aktion der Berliner Tourismusbranche gestartet

  • Senatsverwaltung für Wirtschaft, visitBerlin und Branchenvertreter zeigen unter dem Motto „Berlin braucht seine Gäste“, wie wichtig die Tourismusbranche für Berlin ist (about.visitBerlin.de/mehrwert)
  • Studie belegt: Visitor Economy erwirtschaftete 2020 trotz Corona-Pandemie acht Milliarden Euro

Berlin, Juni 2022 Nach zwei pandemischen Jahren, in denen deutlich weniger Gäste in die deutsche Hauptstadt kamen, nimmt der Tourismus in Berlin langsam wieder Fahrt auf – ein gutes Zeichen für die Tourismusbranche. Unter dem Motto „Berlin braucht seine Gäste“ machen die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, visitBerlin und zahlreiche Vertreter verschiedener Branchen ab sofort in verschiedenen Formaten darauf aufmerksam, welche Bedeutung die Gäste für Berlin haben. Dazu gehören u.a. Kulturinstitutionen, der Einzelhandel, die Hotellerie, Restaurants und Clubs, Veranstalter, Verkehrsunternehmen, Bezirksbürgermeister und viele andere.

Stephan Schwarz, Berlins Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin braucht seine Gäste, weil sie unsere Wirtschaft stark machen und damit uns alle. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Dadurch werden viele Arbeitsplätze geschaffen und viele Steuereinnahmen generiert, womit vieles in der Stadt bezahlt werden kann. Wir sind froh, dass die Touristen wieder in die Stadt kommen, dass die Restaurants, die Clubs, die Hotels wieder voll sind.“

Burkhard Kieker, visitBerlin-Geschäftsführer: „Erst unsere Gäste machen Berlin zur Weltstadt. Und Berlinerinnen und Berliner profitieren von den vielen Angeboten, die nur durch den Tourismus möglich sind – vom international renommierten Museum bis zum Späti im Kiez.“

In den kommenden Monaten wird die neue Kommunikationskampagne mit verschiedenen Maßnahmen wie Online-, Print- und Radiowerbung auf die Bedeutung des Tourismus aufmerksam machen. Den Auftakt bildet die Webseiteabout.visitBerlin.de/mehrwertmit Zahlen neuester Studien zum Wirtschaftsfaktor Tourismus und Statements von vielen Vertreter:innen der Branche. Die Kampagne wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und visitBerlin initiiert, zahlreiche Verbände sowie touristische Partner und Berlins Attraktionen beteiligen sich daran.

Berlins Wirtschaft profitiert
2019 profitierte die Berliner Wirtschaft vom Tourismus deutlich: Tourist:innen haben in Berlin 16,9 Milliarden Euro ausgegeben und die gesamte Tourismuswirtschaft als Querschnittsbranche des Gastgewerbes, Transportwesens, Handels, verarbeitenden Gewerbes sowie Kultur, Sport und Freizeit unterstützt. 2020 waren es pandemiebedingt 8 Milliarden Euro und damit 53 Prozent weniger. Das ist das Ergebnis der neuesten Studie Tourismus-Satellitenkonto (TSA) des DIW Econ. 2019 entsprach dies einer Bruttowertschöpfung von 9,4 Milliarden Euro (zum Vergleich Bauwirtschaft: 5,9 Mrd. Euro) und einem Anteil in Höhe von 6,6 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung Berlins. Durch die Corona-Pandemie waren es 2020 etwa 4,5 Milliarden Euro, die 3,2 Prozent entsprechen. Dies waren im Jahresvergleich 52,5 Prozent weniger.

Während des Berlin-Besuchs gab 2020 jeder deutsche übernachtende Gast 173,50 Euro am Tag aus, internationale Gäste 167,90 Euro. Bei Gästen in Sharing-Unterkünften liegen die Tagesausgaben bei 91 Euro. Campingplatzbesucher:innen lassen etwa 56 Euro in Berlin, Besucher:innen bei Freunden und Tagesbesucher:innen rund 29 Euro pro Tag. Hotels, Einzelhandel und Gastronomieprofitieren am meisten von Gästen, gemessen an den Ausgaben.

Elf Prozent aller erwerbstätigen Berliner:innen, das sind rund 227.900 Menschen, lebten 2019 vom Tourismus. Coronabedingt waren diese Zahlen 2020 niedriger: So konnten zuletzt 95.600 Menschen, also 4,6 Prozent aller erwerbstätigen Berliner:innen, vom Tourismus leben. Diese Differenz von über 58 Prozent Beschäftigen hat der Berliner Tourismus coronabedingt an andere Branchen verloren – sie werden nun wieder dringend im aktuell belebten Berliner Tourismus-Business gebraucht. Die Studien stehen hier zum Download zur Verfügung.

Stimmen aus der Branche: „Berlin braucht seine Gäste“

In einer Interviewserie hat visitBerlin zahlreiche Vertreter:innen der Visitor Economy zum Thema „Was macht die Tourismusbranche aus?“ befragt. Weitere werden sukzessive ergänzt.

Der Berliner Fernsehturm lebt überwiegend von Touristen, wenngleich die Zahl der Berlinerinnen und Berliner, die uns besuchen, stetig steigt und es während der Pandemie eben diese Berlinerinnen und Berliner waren, die uns die Treue gehalten haben. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Außerdem belebt die Tourismusbranche Berlin und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Touristen sichern extrem viele Arbeitsplätze und zwar nicht nur direkt im Tourismus, sondern auch im Einzelhandel, der Zulieferindustrie, Gastronomie und vieles mehr. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Stadt, die in unseren Wirtschaftskreislauf fließen. Berlin braucht seine Gäste!

Christina Aue, Geschäftsführerin des Berliner Fernsehturms

Tourismus ist für Berlin ein sehr wichtiges Standbein neben der Kreativwirtschaft, Start-ups und der Wissenschaft. Ohne den Tourismus könnten die vielen Sehenswürdigkeiten, die einzigartige Hotellandschaft, die Gastroszene und Kultur ihre Angebote nicht aufrechterhalten. Für das Estrel ist vor allem die Kongress- und MICE-Industrie von größter Bedeutung, die Städtereisenden machen einen kleineren Teil an der Belegung aus, sind aber gern zu Gast in unserer Show ´Stars in Concert´ im Estrel Showtheater.

Ute Jacobs, Geschäftsführende Direktorin des Estrel Berlin

Tourismus ist wichtig, weil er uns ernährt: Und zwar nicht nur die 35 Mitarbeiter des Deutschen Spionagemuseums, nicht nur die Tausenden Mitarbeiter von INTOURA-Mitgliedern, sondern einen guten Teil der Stadt! Mit jährlichem Konsum von knapp 17 Mrd. Euro und rund 228.000 Erwerbstätigen ist die Tourismusbranche einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt. Aber nicht nur das. Tourismus ist kultureller Austausch, der Tourist bewundert andere Länder, andere Kulturen, andere Menschen. Niemand, der als Jugendlicher mit Interrail quer durch Europa gefahren ist, zweifelt am Sinn der europäischen Einigung, niemand, der staunend Meisterwerke anderer Kulturen bewundert, kann guten Gewissens andere Länder überfallen. Tourismus ist gelebte Völkerverständigung, die gerade heute wichtiger denn je ist.

Robert Rückel, Vorsitzender Interessenverband der touristischen Attraktionen Berlins e.V. (INTOURA)

Infografik

Infografik Mehrwert Tourismus ©  visitBerlin

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Weitere Inhalte für Ihre Arbeit

Informationen zu Berlins Tourismusbranche, alle Statements, Videos und Audios der Branchenvertreter:innen zum Download und zur freien Verwendung auf about.visitBerlin.de/mehrwert.

Die Website gaeste-in-berlin.de hält Informationen für Berliner:innen bereit.

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