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Q Berlin Questions 2018: Visionäre, Forscher und Politiker aus aller Welt diskutierten in Berlin Zukunftsfragen

  • Rund 500 Gäste aus 45 Nationen zu Gast im E-Werk Berlin
  • Die Themen: Gerechtigkeit, das Verhältnis von Fortschritt und Ethik, Respekt im Cyberspace und kulturelle Identität
  • Q Berlin Questions geht heute mit Exkursionen in die Stadt zu Ende

Berlin, 17. November 2018 Eine gute Zukunft braucht individuelle Freiheit, weltweite Zusammenarbeit, Raum für neue Ideen, lebenslange Neugier und Mut. Das ist das Fazit der zweiten Ausgabe der Q Berlin Questions, die heute in der deutschen Hauptstadt zu Ende gegangen ist. Gestern diskutierten im E-Werk mehr als 500 nationale und internationale Teilnehmer mit dreizehn Rednern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die wichtigen Fragen unserer Zeit.

„Wir haben Q Berlin Questions als Dialog-Plattform ins Leben gerufen, um Orientierung in einer komplexen Welt anzubieten“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin. „Die vielen jungen und internationalen Gäste im E-Werk, die offen und intensiv über Technologie, den politischen Einfluss von Social-Media oder die Heils-Versprechen der Gen-Technik diskutierten, haben gezeigt, dass das Interesse an diesen Themen enorm ist. Und dass Berlin der richtige Ort dafür ist.“

Wie wenig selbstverständlich Freiheit ist, wurde zu Beginn der Konferenz deutlich: der als Redner angekündigte Studentenführer Joshua Wong aus Hongkong durfte seine Heimat nicht verlassen und konnte nur per Video-Botschaft zu den Gästen sprechen. Er betonte die Bedeutung demokratischer Grundrechte. Nighat Dad, Direktorin der Digital Rights Foundation Pakistan,berichtete, wie verbale Angriffe im Internet zu Übergriffen auf Frauen im realen Alltag führen. Sie setzt sich für neue Social-Media-Guidelines ein, die nicht allein von den großen Internetkonzernen bestimmt werden. Styli Charalambous, Mitgründer und Herausgeber der unabhängigen südafrikanischen Nachrichtenplattform Daily Maverick, steht für einen freien und anspruchsvollen Journalismus. Vicente Fox, ehemaliger Präsident von Mexiko, kritisierte die Orientierung an der Nationalstaatlichkeit, derzeit in vielen Ländern zu beobachten, als Rückschritt nach vier Jahrzehnten positiver Entwicklung. Die Fragen der Zukunft seien nur kooperativ und in gemeinschaftlicher globaler Anstrengung zu lösen.

Teilnehmer aus mehr als 40 Nationen zu Gast in Berlin

Vor allem junge Leute nutzten die Q Berlin Questions als Diskussions-Plattform. Dreiviertel der rund 500 Teilnehmer waren jünger als 40 Jahre. Rund ein Drittel der Gäste ist aus dem Ausland nach Berlin gereist, insgesamt waren 45 Nationen vertreten. Neben Deutschland und Europa kamen die Teilnehmer aus den USA, Mexiko, Neuseeland, China und Taiwan. Q Berlin Questions fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Die Konferenz ist eine Veranstaltung im Auftrag der Stadt Berlin.

Exkursionen führten in die Kieze der Stadt                        

Mit geführten Exkursionen zu bürgerschaftlichen Projekten in Berlin endet die Q Berlin Questions heute Mittag. Besucht werden Einrichtungen und Projekte, die inhaltlich an die Themen der Konferenz anschließen; z.B. Connect Women, ein Projekt von Terre de Femmes, das geflüchtete Frauen nach ihrer Ankunft in Berlin begleitet.

Weitere Eindrücke und Zitate auch auf Twitter unter #qBerlin.

Informationen zur Konferenz unter www.q.berlin.

Q wurde kuratiert und organisiert vom visitBerlin Berlin Convention Office und von der red onion GmbH in Zusammenarbeit mit rund 40 Partnern der Stadt, wie z.B. Deutsche Bahn AG, TOA, Factory, Impact HUB, Land der Idee, ESMT u.v.a.

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