Zusammenarbeit mit den Bezirken 2025

Berlins Kiezkampagne ©  visitBerlin

Gemeinsam für die Kieze: visitBerlin und die Bezirke arbeiten weiter an einer vielfältigen und ausgewogeneren Besucherlenkung   

visitBerlin setzte 2025 die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken fort. Ziel war es, den Tourismus gemeinsam stadtverträglich, inklusiv und ausgewogen weiterzuentwickeln und insbesondere die Vielfalt der Berliner Kieze sichtbar zu machen. 

Anknüpfend an den Erfolg des Vorjahres wurde die deutschlandweite Tourismuskampagne „Entdecke Berlins Kieze“ im Sommer 2025 fortgeführt. Sie lud dazu ein, Berlin jenseits der bekannten touristischen Hotspots zu entdecken. Ausgangspunkt blieb der Berliner Fotoautomat als Symbol für individuelle Entdeckungsreisen durch die Bezirke. Die im Vorjahr produzierten Werbefilme, Plakate und digitalen Formate wurden in einem neuen Design weiterentwickelt und erneut ausgespielt. Ergänzend entstanden neue Inhalte, unter anderem aus Neukölln sowie Influencerformate für Tempelhof-Schöneberg, Marzahn-Hellersdorf und Charlottenburg-Wilmersdorf, die von Juli bis September 2025 veröffentlicht wurden. Die Umsetzung der Kampagne wurde durch das Engagement der Bezirke und die Förderung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ermöglicht. 

Auch über die Kampagne hinaus stand visitBerlin 2025 im kontinuierlichen Austausch mit den Bezirken. Gemeinsame Formate, Impulsveranstaltungen und konkrete Projekte trugen dazu bei, touristische Angebote außerhalb der Innenstadtlagen stärker sichtbar zu machen und eine ausgewogenere Verteilung der Besucherströme im gesamten Stadtgebiet zu fördern. 

Bezirksübergreifende Themen und Projekte

Andraschko Kaffeemanufaktur ©  Carina Adam Photography
Andraschko Kaffeemanufaktur

Crafted in Berlin 
Das Projekt „Crafted in Berlin“ wurde 2025 weiter ausgebaut. Insgesamt wurden 14 neue Manufakturen und Betriebe aus der ganzen Stadt aufgenommen. Eine neu entwickelte Landingpage bündelt die Partner:innen in thematischen Kategorien und stellt sie übersichtlich auf einer Berlin-Karte dar. Zur weiteren Sichtbarkeit des Berliner Handwerks entstanden ein Print-Advertorial sowie themenspezifische Newsletter in Kooperation mit dem MERIAN Reisemagazin. Zwei Pressereisen mit dem MERIAN Magazin sowie der Stuttgarter Zeitung / Rheinpfalz am Sonntag vertieften die redaktionelle Berichterstattung. Auf der ITB präsentierte sich „Crafted in Berlin“ mit einem eigenen Counter am visitBerlin-Stand, an dem sechs Partnerbetriebe beteiligt waren. Ergänzend wurde das zugrunde liegende Kriterienset überarbeitet und aktualisiert. 

VELOBerlin ©  visitBerlin

Aktivtourismus mit VELOBerlin 
Im Mai 2025 wurde der ehemalige Flughafen Tempelhof erneut zum Treffpunkt für Fahrradkultur und urbane Mobilität. Die VELOBerlin zählte an zwei Veranstaltungstagen rund 17.500 Besucher:innen aus Berlin und Brandenburg. Mit über 200 Ausstellenden bot das Festival ein breites Spektrum rund um nachhaltige Mobilität und Radfahren. 

visitBerlin war gemeinsam mit sechs Berliner Bezirken sowie dem Berliner Zentrum für Industriekultur mit einem Gemeinschaftsstand vertreten und präsentierte die Vielfalt der Berliner Radrouten. Besonderes Interesse galt den Angeboten der Berliner Industriekultur. Begleitend sorgten Impulsvorträge, Content-Produktionen für den HIER-Instagram-Kanal sowie ein Gewinnspiel dafür, die Themen auch über die Veranstaltung hinaus sichtbar zu machen. 

Berlin Freedom Week mit Impulsen aus den Bezirken 
Im Rahmen der Berlin Freedom Week beteiligte sich visitBerlin gemeinsam mit den Bezirken Pankow, Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg. In Lichtenberg zeigte eine Fotoausstellung unter dem Titel „Die kleine Freiheit – Leben in der DDR“ persönliche und alltägliche Momente jenseits staatlicher Inszenierung. In Tempelhof-Schöneberg wurde die Freiheitsglocke vor dem Rathaus Schöneberg illuminiert. Pankow beteiligte sich mit einer Neuauflage bezirklicher Flyer zum Berliner Mauerweg sowie mit der Filmvorführung „Place of Peace“ und anschließender Diskussion zu ukrainischen Exilerfahrungen. 

Netzwerkveranstaltungen mit den Bezirken
Das Format „Bezirke im Dialog“ wurde 2025 quartalsweise fortgeführt. Gastgeber waren die Bezirke Steglitz-Zehlendorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf und Lichtenberg. Die Veranstaltungen boten Raum für Austausch zu stadtverträglicher Entwicklung, ausgewogener Besucherlenkung und zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus auf Bezirksebene. 
Im Rahmen von „Thementagen“ standen in halbtägigen Workshops Zukunftsfragen aus dem Foresight- und Innovationsprojekt sowie datenbasierte Impulse aus der Marktforschung im Mittelpunkt. 

Tourismus-Highlights in den Berliner Bezirken 

Ab ins B 2025 ©  .

Mit den Entdeckertagen „Ab ins B!“ wurde vom 18. bis 27. April 2025 bereits zum dritten Mal ein berlinweites Highlight umgesetzt. Gemeinsam mit neun Bezirken rückten Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Angebote außerhalb des S-Bahn-Rings in den Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Thema Barrierefreiheit. 

Darüber hinaus setzten die Bezirke zahlreiche eigenständige Akzente – von der Entwicklung touristischer Leitbilder über Kultur-, Kunst- und Literaturformate bis hin zu digitalen Angeboten, barrierefreien Lauschtouren und stadtverträglichen Mobilitätsprojekten. Diese Vielfalt verdeutlichte erneut das breite touristische Potenzial der Berliner Kieze und ihre Bedeutung für eine ausgewogene Stadtentwicklung. 

Ausgewählte Beispiele aus den Berliner Bezirken: 

Charlottenburg-Wilmersdorf schloss 2025 sein touristisches Leitbild ab und stärkte mit der Antikmeile Suarezstraße sowie der Bleibtreu Art Fair die Sichtbarkeit lokaler Kunst- und Kulturangebote. 

Friedrichshain-Kreuzberg setzte mit der Kapelle 99 als etablierter Spielstätte sowie mit Projekten wie fair.kiez und der Förderung der Clubkultur wichtige Impulse für einen kiezverträglichen Kulturtourismus. 

Lichtenberg organisierte im historischen Hubertusbad einen Kreativmarkt, der mit rund 2.000 Gästen und regionalen Künstler:innen einen lebendigen Ort für lokale Kultur schuf. 

Marzahn-Hellersdorf machte mit dem Lese-Festival „Zwischen Blättern & Buchseiten“ außergewöhnliche Orte des Bezirks literarisch erlebbar und zeigte dessen kreatives Potenzial. 

Mitte rückte mit Formaten wie „Manufaktur trifft Hotellobby“ lokale Produzent:innen in den Fokus und legte zugleich die konzeptionellen Grundlagen für die künftige „Lange Nacht der Manufakturen“. 

Neukölln unterstrich mit dem Festival 48 Stunden Neukölln seine kulturelle Strahlkraft und stärkte mit der Karl-Marx-Straße einen zentralen Anziehungspunkt für Kunst und Kultur. 

Pankow verband Geschichte und Gegenwart mit einer Erkundungstour zur späten DDR-Zeit und setzte mit der „Straße der Demokratie“ im Rahmen der Berlin Freedom Week ein starkes Zeichen für demokratische Kultur. 

Reinickendorf entwickelte mit dem QR-Walk durch Waidmannslust ein digitales Angebot, das Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Stadtteils niedrigschwellig vermittelt. 

Spandau baute die Barrierefreiheit touristischer Angebote weiter aus und passte die Lauschtour durch die Altstadt gezielt für unterschiedliche Beeinträchtigungen an. 

Steglitz-Zehlendorf präsentierte mit dem Kulturkorso in der Schlossstraße und am Insulaner ein vielfältiges Aktionswochenende mit Kulturangeboten für alle Altersgruppen. 

Tempelhof-Schöneberg erhöhte die Sichtbarkeit des Regenbogenkiezes und stärkte mit kreativen Formaten wie einer Fashion Show und dem Projekt „Design Window“ die lokale Kreativwirtschaft. 

Treptow-Köpenick setzte mit dem Ansatz „tourism 5.0“ auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Vernetzung und stärkte insbesondere den Fahrradtourismus im Bezirk. 

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