Zweite Berlin Freedom Week beginnt: Berlin wird zum internationalen Forum für Freiheit und Demokratie
- Rund 170 Veranstaltungen vom 7. bis 14. November in der ganzen Stadt
- Freedom and Security Women Summit am 9. November im Deutschen Bundestag widmet sich Frauenrechten und demokratischer Resilienz
- Berlin Freedom Conference am 10. November bringt internationale Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen
Berlin, 6. November 2026 Rund um den 37. Jahrestag des Mauerfalls wird Berlin erneut zum Ort des internationalen Austauschs über Freiheit und Demokratie. Vom 7. bis 14. November verbindet die zweite Berlin Freedom Week die Erfahrungen der deutschen Teilung und der Friedlichen Revolution mit den Herausforderungen heutiger Freiheitsbewegungen weltweit. Auf einer Pressekonferenz am Brandenburger Tor stellten die Initiator:innen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner und internationalen Gästen heute die Schwerpunkte der Freiheitswoche vor. Berliner:innen sowie Gäste der Stadt sind eingeladen, sich bei rund 170 Veranstaltungen mit aktuellen Fragen zu Menschenrechten, gesellschaftlicher Teilhabe und demokratischen Werten auseinanderzusetzen.
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin und Schirmherr der Berlin Freedom Week: „Berlin als Stadt der Freiheit steht an der Seite aller Menschen, die sich für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte engagieren. Wir werden die Berlin Freedom Week nach ihrer erfolgreichen Premiere zu einer Tradition in Berlin machen – als festen Termin rund um den 9. November, dem Jahrestag des Mauerfalls. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten brauchen wir Orte, an denen wir miteinander statt übereinander sprechen, denn Demokratie lebt vom Austausch. Wir müssen alles daransetzen, unsere Demokratie zu stärken und die Freiheit zu schützen, wo immer sie bedroht ist.“
Rebecca Hernandez Garcia, Geschäftsführerin der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.: „Nach Monaten intensiver Vorbereitung und viel positiver Resonanz freuen wir uns sehr, dass es endlich losgeht! Gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnern haben wir ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, das spannende Veranstaltungen und Begegnungen verspricht. Rund um den Jahrestag des Mauerfalls wollen wir ein starkes Signal für Freiheit und Demokratie setzen und den Menschen eine Bühne geben, die sich heute weltweit dafür einsetzen. Ihre Geschichten erinnern uns an das, was wir aus unserem Archiv der DDR-Opposition kennen: den Mut, sich gegen Unterdrückung zu stellen, und die Hoffnung, gemeinsam etwas verändern zu können.“
Berlin Freedom Conference am 10. November
Höhepunkt der Freiheitswoche ist die Berlin Freedom Conference am 10. November im Filmtheater Colosseum. Unter dem Leitmotiv „Change is possible“ diskutieren internationale Persönlichkeiten wie der ehemalige Schachweltmeister und Putin-Gegner Garry Kasparov, die Historikerin und Journalistin Anne Applebaum, Estlands früherer Präsident Toomas Hendrik Ilves, die Sicherheitsexpertin Dr. Claudia Major, Josephine Ballon von HateAid und der venezolanische Oppositionspolitiker Leopoldo López darüber, wie demokratische Allianzen gegen autokratische Systeme gestärkt und Freiheit weltweit verteidigt werden kann. Mehr Informationen und Tickets: berlin-freedom-conference.com/
Burkhard Kieker, Gründer der Berlin Freedom Society und Direktor der Berlin Freedom Conference: „Zur Berlin Freedom Conference und Berlin Freedom Week versammeln sich Kämpferinnen und Kämpfer für Freiheit und Demokratie aus der ganzen Welt. Viele prominente Namen sind dabei. Wir geben ihnen am 10. November eine Plattform und eine Stimme.“
Freedom and Security Women Summit im Deutschen Bundestag
Der Freedom and Security Women Summit am 9. November im Deutschen Bundestag widmet sich Frauenrechten und demokratischer Resilienz. Zu den Teilnehmerinnen gehören Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet, die belarussische Oppositionspolitikerin Svetlana Tikhanouskaya, die iranisch-amerikanische Frauenrechtsaktivistin Masih Alinejad, die afghanische Tech-Unternehmerin Roya Mahboob, die kubanische Oppositionelle Rosa María Payá und die uigurische Menschenrechtsaktivistin Rushan Abbas. Mehr auf https://womensummit.netlify.app/
Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur beim Deutschen Bundestag und Mitinitiatorin des Freedom and Security Women Summit: „Nur jeder fünfte Mensch auf der Welt hat das Glück, in einem freien Land, in einer Demokratie zu leben. Es braucht in viel zu vielen Ländern dieser Welt mutige Menschen, die sich Diktaturen entgegenstellen. Und es braucht viele mutige Frauen. Wie können wir, die wir in einem freien und demokratischen Land leben, Frauen unterstützen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen? Ich habe internationale Vorkämpferinnen für Demokratie in den Bundestag eingeladen, um sie mit der Politik ins Gespräch zu bringen. Unsere Demokratie steht an der Seite all jener, die in der DDR vor dem 9. November 1989 für Freiheit gekämpft haben und zu Opfern der SED-Diktatur wurden. Aber unsere Demokratie blickt nicht nur zurück – sie muss auch an der Seite all jener stehen, die heute weltweit gegen Diktaturen und Unterdrückung kämpfen.“
Antje Schippmann, Co-Gründerin und Geschäftsführerin der Axel Springer Freedom Foundation, Partnerorganisation des Freedom and Security Women Summit im Deutschen Bundestag: „Zur Berlin Freedom Week laden wir jene Menschen ein, die von den Regimen in Peking, Teheran, Moskau verfolgt und bekämpft werden, und lenken den Blick zugleich auf die politischen Gefangenen in den Diktaturen: Mit dem Award for Courage setzen wir am 9. November im Bundestag ein Zeichen für alle, die für Freiheit und Demokratie einen hohen persönlichen Preis zahlen. Die Regime wollen, dass sie vergessen werden. Wir sorgen dafür, dass das nicht gelingt."
Rund 170 Veranstaltungen in ganz Berlin
Am 11. November präsentiert der Dokumentarfilmtag „Stories of Freedom“ im Filmtheater Colosseum internationale Filme über Menschen, die sich Unterdrückung und Unrecht widersetzen. Filmgespräche und zwei kostenfreie Schulvorführungen ergänzen das Programm.
Auch historische Orte werden zu Schauplätzen der Freiheitswoche: In der ehemaligen Stasi-Zentrale lädt der „Ostfrauen*Salon“ am 7. November zu Lesungen und Diskussionen ein. Im Tränenpalast beschäftigt sich die Tanzperformance „BEYOND LINES“ von LUNA PARK mit dem Überwinden von Grenzen. Bei Führungen durch die Fluchttunnel des Berliner Unterwelten e. V. berichten Zeitzeug:innen von ihren Erfahrungen bei der Flucht aus der DDR.
Weitere Programmpunkte sind die Diskussion „Zwischen zwei Diktaturen: Erinnerung, Verantwortung und Freiheit“ mit dem Holocaust-Überlebenden Boris Sabarko und der Historikerin Irina Scherbakowa sowie „1989 als Auftrag. Verpasste Chancen? Neue Perspektiven.“ am 12. November im Humboldt Forum. Der „Taiwan Night Market“ am 12. November in der Markthalle Neun und der Familienabend „Briefe an politische Gefangene in Russland“ am 13. November im Reforum Space Berlin ergänzen das Programm.
„Die Berlin Freedom Week zeigt, wofür Berlin steht: für Freiheit, Demokratie und einen offenen Dialog“, sagt Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin. „Mit ihren vielfältigen Veranstaltungen an historischen Orten stadtweit lädt sie Berlinerinnen und Berliner ebenso wie Gäste unserer Stadt ein, sich über Freiheit und Demokratie auszutauschen. Mein herzlicher Dank gilt allen Initiatoren und Partnern, die diese besondere Woche mit ihrem Engagement möglich machen.“
Initiatoren, Medienpartner und Förderer
Die Berlin Freedom Week ist eine gemeinsame Initiative der Axel Springer Freedom Foundation gGmbH, der Berlin Freedom Society e. V., der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., des World Liberty Congress und von visitBerlin. Die Berlin Freedom Conference wird von der Berlin Freedom Society e. V. gemeinsam mit der Axel Springer Freedom Foundation gGmbH, dem World Liberty Congress und visitBerlin umgesetzt.
Die Berlin Freedom Week und die Berlin Freedom Conference werden von der Senatskanzlei Berlin sowie Airbnb und der Berliner Sparkasse gefördert. Weitere Förderer der Freiheitswoche sind die Postcode Lotterie, die Civitas-Bernhard-Vogel-Stiftung und die Jacob Waitz Industrie GmbH. Medienpartner sind der Tagesspiegel, die Deutsche Welle, radio3 und WALL.
Programm und Hinweise für Medien
Das vollständige Programm sowie Informationen zu möglichen Zugangsbeschränkungen und erforderlichen Tickets unter berlin-freedom-week.com/programm. Informationen zur Berlin Freedom Conference und den Speaker:innen unter berlin-freedom-conference.com.
Zur Eröffnung der Berlin Freedom Conference am 10. November sind Medienvertreter:innen herzlich zum Pressefrühstück und anschließendem Besuch der Konferenz eingeladen. Es sprechen die Initiator:innen sowie ausgewählte Speaker:innen der Berlin Freedom Conference.
Uhrzeit: Beginn 9:00 Uhr, Eröffnung Berlin Freedom Conference 10:00 Uhr
Ort: Filmtheater Colosseum, Gleimstraße 31, 10437 Berlin.
Interviewanfragen und Akkreditierungswünsche für die Berlin Freedom Conference und das Pressefrühstück an presse@visitberlin.de.
Medienservice: about.visitberlin.de/medienservice-berlin-freedom-week